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Der Verein Pro Guscha

Der Verein Pro Guscha wurde im Frühjahr 1974 gegründet.

Der Zweck des Vereins besteht in der Erhaltung,Verbesserung und Benützung der Gebäulichkeiten und des Umschwungs der alten Walsersiedlung Guscha, die sich seit 1969 im Eigentum der Schweizerischen Eidgenossenschaft befindet.

Es gibt Aktiv- und Passivmitglieder. Aktivmitglieder haben die vorgeschriebene, minimale Anzahl Arbeitstage und Wochenend-Wirtedienste zu leisten. Passivmitglied wird man durch die jährliche Entrichtung eines Beitrages, dessen Mindesthöhe (zurzeit Fr. 20.00) von der Jahresversammlung bestimmt wird. Ihre finanzielle Unterstützung trägt dazu bei, diese kulturhistorisch wertvolle Walsersiedlung zu erhalten. Zu den Pflichten der Aktivmitglider gehört auch der Wirtedienst. Von Ostern bis Mitte November ist die Wirtschaft jeweils von Samstagmittag bis Sonntagabend bewirtet. Unter der Woche können Getränke in der Selbstbedienung in einem Nebenraum konsumiert werden.

Sehr zu schätzen wissen wir auch regelmässige Beiträge von Stiftungen und Gönnern. Nur dank vielseitiger Unterstützung ist es unserem Verein gelungen, die Siedlung vor dem Zerfall zu retten und neues Leben ins Dörfli zu bringen. Noch ist aber viel zu tun, bis Guscha wieder im alten Glanz erstrahlt.

Die Restaurierung und Inbetriebnahme der alten Säge im Guschatobel, die sich im Besitz der Stadt Maienfeld befindet, hat uns über zwei Jahrzehnte beschäftigt und steht nun kurz vor der Vollendung.

Untersuchungen über die zeitliche Besiedlung der Guscha haben wir den Experten, Diplom-Ingenieur Raimund Rhomberg (Architektur) und Dr. Klaus Pfeifer (Labor für Dendrochronologie) übertragen. Das dendrochronologische – jahrringanalytische – Datierungsverfahren beruht darauf, dass der Zuwachs von Nadel- und Laubbäumen in den gemässigten Klimagebieten in Jahresschichten erfolgt. Mit diesem Verfahren kann das verwendete Bauholz aufs Jahr genau datiert werden.Nach ersten Untersuchungsergebnissen im Tolenborthaus, dem ältesten der noch vorhandenen Häuser, gibt es noch Holzreste aus dem Jahre 1595. Die Forschungen werden nebst den fünf Wohnhäusern auch auf weitere Objekte ausgedehnt.

Eine permanente Aufgabe zum Fortbestand der alten Walsersiedlung gehört der Unterhalt der Gebäude in ihrer ursprünglichen Form, als Zeugen der Vergangenheit.