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Säge

Nach Sicherung des „Altbestandes des Sägengebäudes“ Sanierung des Fassadenmauerwerks und der Neueindeckung des Daches ergab eine erste Grobkostenaufstellung einen Betrag der die finanziellen Mittel des Vereins in jedem Falle gesprengt hätte. Nach Erstellung einer Dokumentation unseres Wirkens auf Guscha und aufgrund der ersten Resultate unserer Beitragsgesuche an eine Vielzahl von potenziellen Donatoren, haben wir uns aktiv an die Umsetzung des Vorhabens „Wiederinbetriebnahme der Säge im Guschnertobel“ gemacht. Angefangen mit der hydrologischen Untersuchung und der Messung der im Jahresdurchschnitt zur Verfügung stehenden Wassermengen. Dabei gelangte eine Messeinrichtung unter dem Namen Dreieckswehr (nach Thompson) zur Anwendung. Diese Messeinrichtung in Form eines grossen Holztroges mit einem Dreiecksausschnitt wurde uns von der vorherigen Verwendungsstelle, der Rinerhornbahn, Davos, durch das Ingenieurbüro Foidl, Hegland + Partner AG zur Verfügung gestellt. Die Messung ergab eine durchschnittliche Wassermenge von 24.5 Liter/Sekunde.

In Zusammenarbeit mit dem Ingenieurbüro Foidl, Hegland + Partner AG wurde aufgrund der vorerwähnten Daten ein Projekt einer Wasserfassung bei der Stadt Maienfeld und gleichzeitig ein Gesuch zur Wasserentnahme beim Kanton eingereicht. Mit Datum 3.5.2005 wurde uns die Bewilligung zur Erstellung der Fassung basierend auf die Departementsverfügung vom 12.4.2005 (BAB–Verfahren) und mit Datum 12.4.2005 die Bewilligung zur Wasserentnahme durch den Kanton erteilt, letztere Bewilligung berechtigt den Verein Pro Guscha bis zum 30.11.2015 zur Entnahme von Wasser aus dem Guschatobel. 

Bedingt durch die weiteren Untersuchungen und Planungen, wie auch insbesondere durch notwendigen Schritte zur Sicherung der erforderlichen Finanzmittel zur Realisierung des Projektes Säge, gingen weitere drei Jahre ins Land, was zu einem Gesuch um Fristerstreckung der Baubewilligung führte. Diese Bewilligung wurde uns mit Beschluss des Stadtrates vom 14.1.08 erteilt.

Nachdem der Einbau des Gatters und des Sägewagens Wirklichkeit wurde, ging es um die Bestimmung der notwendigen Leistung zum Betrieb der Säge.

Dabei wurde mit einer Notstromgruppe sowie einem Elektromotor die notwendige Leistung gemessen und daraus folgend die notwendige Druckhöhe der Wassersäule bestimmt, woraus sich der theoretische Standort der Fassung errechnen liess.

Im Frühsommer 2008 wurde bekannt, dass auch die Waffenplatzverwaltung im Rahmen der Brandschutzmassnahmen eine Wasserfassung im Guschnertobel ins Auge fasste, da der bisherige Zulauf (Überlauf der bestehenden Quellen) keinen längeren Wasserbezug aus dem in den siebziger Jahren erstellten Reservoir zuliess und daher zur wirkungsvollen Brandbekämpfung eine Zuleitung aus dem Guschnertobel notwendig machte. 
Verhandlungen zwischen VBS und Verein Pro Guscha führten zu einer einvernehmlichen Lösung, welche den Interessen beider Seiten in hohem Masse entgegen kam.

Man einigte sich darauf, dass die Fassung und Zuleitung aus dem Guschatobel federführend durch das VBS geplant und ausgeführt werde. Der Verein Pro Guscha verpflichtete sich im Gegenzug, den budgetierten Betrag für die Erstellung der Fassung und Zuleitung bis zur Säge zu übernehmen. Der Betrieb und Unterhalt wird jedoch künftig durch das VBS erbracht. Die für den Berieb der Säge notwendigen Massnahmen zur Entsandung des Wassers (Entsandungsschacht) wurden bereits durch den Verein übernommen.

Der aktuelle Stand stellt sich heute (November 2016) wie folgt: Die Säge mit Antrieb durch eine Peltonturbine wurde am Guschatag 2012 in Betrieb genommen. Erste Bretter wurden gesägt und unseren Dickener Freunde ein «Erinnerungsbrett» auf die Heimreise mitgegeben. Seither sind wir daran die Mechanik zu Verfeinern und den Ausbau und die Einrichtung im Sägengebäude zu erneuern. Seites des Kantons wurde uns die Wasserentnahmebewilligung im März 2016 wieder um 10 Jahre erneuert.

Anmerkung zum Antrieb: Kosten und Betrieb liessen uns von der Errichtung eines oberschlächtigen Wasserrades absehen. Da das Werk nicht ganzjährig in Betrieb sein kann, wäre ein Wasserrad mit einem Durchmesser von rund sechs Metern nicht zu vertreten. Da das Gebäude im Tobel an einem schattigen und im Winter unwirtlichen Standort liegt.